Zur Präsentation des Siegerentwurfes des Kunstwettbewerbs „Kunst für Alsdorf 2018“ luden die Projektpartner des Kunstwettbewerbs Sparkasse Aachen, Stadt Alsdorf und Kunstverein Alsdorf am 31. August 2019 vor die Filiale der Sparkasse ein. Vor zahlreichen Gästen und Interessierten präsentierten sie das Konzept der Geschichtsplatten nach der Idee von Christoph Heuer und stellten den Entstehungsprozess und die Projektbeteiligten vor.
Vorstellung des Preisträgers am 31.8.2019 an der Sparkasse Alsdorf: v.l.n.r.: Andrea Presl (AG „Kunst für Alsdorf“ des Kunstvereins), Axel Friedrich (Lehrstuhl für Künstlerische Gestaltung der RWTH), Martina Donner (Vorsitzende Kunstverein), Christoph Heuer (Preisträger), Pfarrer Konrad Dreeßen (St. Castor), (Kulturstiftung der Sparkasse Aachen), Lothar Müller (Gebietsdirektor Sparkasse Aachen), Josef Zentis (Ehrenvorsitzender Kunstverein Alsdorf), Alfred Sonders (Bürgermeister), Marion Wingen (Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit, Stadt Alsdorf) + Artus

Zu Beginn der Einweihungsfeier ahnten die Besucher und Gäste noch nicht, dass sich in ihrer unmittelbaren Nähe die allererste Geschichtsplatte in Alsdorf befindet. Lothar Müller, Gebietsdirektor der Sparkasse Aachen und Bürgermeister Alfred Sonders lüfteten dann das Geheimnis: mitten unter den Gästen, unter einem der Stehtische verbarg sich die Startplatte, die den ersten Punkt der neuen Wege durch Alsdorf markiert. Sie liegt im Boden eingelassen direkt vor dem Eingang der Sparkasse und ist mit 30 cm Durchmesser etwas größer gestaltet als alle weiteren Geschichtsplatten, die im Rahmen des Kunststipendiums in den kommenden Wochen verlegt werden.

Die feierliche Einweihung der ersten Geschichtsplatte begann mit einem kirchlichen Segen und anschließendem Gebet durch Pfarrer Konrad Dreeßen der Pfarre St. Castor.
Im Anschluss enthüllten die Projektpartner eine Informationstafel neben der Startplatte, die das Projekt „Geschichtsplatte – auf vergessenen Pfaden“ erläutert.

Lothar Müller, Gebietsdirektor der Sparkasse Aachen, Bürgermeister Alfred Sonders und Andrea Presl (Kunstverein Alsdorf) stellten die Projektbeteiligten vor und gaben Einblicke in den bisherigen Entstehungs- und Umsetzungsprozess der Geschichtsplatten und das gemeinsame Projekt „Kunst für Alsdorf“.

Der Kunstwettbewerb, den die Projektpartner Sparkasse Aachen, Kulturstiftung der Sparkasse, Stadt Alsdorf und Kunstverein Alsdorf e.V. in einem Rhythmus von drei Jahren ausschreibt hatte in seiner achten Ausgabe eine hohe Komplexität in puncto Umsetzung und dies war nur mit der Partizipation vieler (Alsdorfer) Menschen möglich. So sah es das Konzept des Entwerferteams „Acht für Alsdorf“ eigentlich auch vor, das schon von der Fachjury als sehr spannendes aber aufwendiges Projekt charakterisiert wurde. Es galt also vielen Beteiligten zu danken und als Aufmerksamkeit und kleines Dankeschön bekamen anwesende Protagonisten süße oder nützliche „Geschichtsplatten zum Mitnehmen“ im Miniformat überreicht.

An einem Handmuster illustrierte Axel Friedrich, Projektverantwortlicher des Lehrstuhls für Künstlerische Gestaltung, die Verankerung der Reliefs in den Gehwegplatten.

Bereits sechs weitere Platten im näheren Umfeld konnten zur Feierstunde präsentiert werden. Eingelassen in Gehwegplatten markieren sie neue Pfade durch Alsdorf, die historischen Untertagestrecken folgen oder markante Orte kennzeichnen.

Die ersten, insgesamt sieben, Geschichtsplatten markieren Punkte auf der 360 m Sohle der Grube Anna 1, die ab den 1920er Jahren, zunächst vom Hauptschacht aus, abgeteuft wurde. Fünf davon folgen der ehemaligen „Südöstlichen Richtstrecke Anna 1“ und liegen im Bereich der Luisenstraße. Zwei weitere (am Denkmalplatz) bilden den Auftakt zu der -in Kürze weitergeführten- „Östlichen Richtstrecke Anna 1“, die untertage vom Hauptschacht ausgehend in gerader Linie bis zum Wetterschacht Anna 3 im heutigen Ortsteil Neuweiler verlief. Im heutigen Ortsbild rückt die Strecke als virtueller Pfad jetzt mit Geschichtsplatten am Denkmalplatz (Nähe Skulpturenweg) und vor der Stadthalle ins Tageslicht. Im weiteren Verlauf wird sich die „Östliche Richtstrecke“ dann im Hof der Stadthalle, an der Seniorenresidenz, mehrfach auf der Rathausstraße, in der Schaufenberger Straße und an der Gesamtschule zeigen.

Die Metallgussreliefs gliedern sich zurückhaltend in das alltägliche Stadtbild ein und sind in Gehwegplatten verankert in den Boden eingelassen. Die neu entstehenden virtuellen Pfade folgen dabei selten aktuellen Straßenverläufen, da sie den geraden Linien der historischen Untertagestrecken folgen. So verläuft beispielsweise die virtuelle „Östliche Richtstrecke“ mitten durch das Gebäude der Stadthalle (markiert durch eine Platte vor dem Amadeus und einer im Hof der Stadthalle). Eine weitere der Strecken führt durch den Burggarten und durchquert die Castorkirche.

Bis zu 30 Platten werden vom Projektbudget zu „Kunst für Alsdorf“ zunächst verlegt. Weitere können im Rahmen weiterer Initiativen folgen. Kontakt und Informationen stellt der Kunstverein auf dieser Dokumentationswebseite des Projektes (www.kunstverein-alsdorf.de/geschichtsplatte ) zur Verfügung. Ebenso wird der aktuelle Projektstand stets in der interaktiven Karte festgehalten.