„Geschichtsplatte – auf vergessenen Pfaden“
Christoph Heuer / Acht für Alsdorf

Bei der achten Auflage des Kunstwettbewerbes kürte das achtköpfige Juryteam die Projektgruppe „Acht für Alsdorf“ zum Preisträger „Kunst für Alsdorf 2018“.
Das Entwerferteam des Lehrstuhls für Bildnerisches Gestalten der RWTH Aachen unter der Projektleitung von Axel Friedrich brachte die „Geschichtsplatten – auf vergessenen Pfaden“ vor Ort in Alsdorf auf den Weg.

Die Idee des Siegerkonzeptes ist, die Spuren der Bergbau-Vergangenheit wieder an die Oberfläche zu bringen und diese im Alltagserleben der Stadt zu verankern. Die unterirdischen Wege und Schächte werden oberirdisch sichtbar gemacht durch speziell gestaltete Platten in den Gehwegen.
Ein besonderes Augenmerk bei der Umsetzung liegt in der Partizipation, es soll ein lebendiger Austausch mit der Geschichte stattfinden. Die Bürger der Stadt Alsdorf können an der Entstehung dieser Landmarke aktiv mitwirken.

Acht für Alsdorf und ein Preisträger
Projektleitung:
Axel Friedrich (RWTH Aachen, Lehrstuhl für Bildnerisches Gestalten)
Die Acht:
Claudia Decowski – Lion Gerlich – Christoph Heuer – Carlos Kempf – Vanessa Koepper -Philipp Riederer – Jessica Ortin Roth – Caroline Thaler

Acht minus sieben = ein Preisträger:
Christoph Heuer

„Acht für Alsdorf“ ist eine Gruppe von Architekturstudierenden der RWTH, die sich für die Aufgabe interessiert haben, sich der Stadtgeschichte von Alsdorf anzunehmen und dabei Stadtgeschichte, Kulturgeschichte und Architekturgeschichte zu reflektieren. Und „kennen lernen, wie Kunst geht“… Um Wissenschaft im klassischen Sinn ging es dabei nicht – Neugier und Naivität standen am Anfang. Damit kommt man in das Spiel, aber nicht an den Kern der Dinge…

Die „Steigerführung“ im Energeticon hat der Gruppe schon etwas mehr Realität eingetragen: die Bergmannskluft, Schnitzereien aus purer Kohle, gelebte Berichte von Katastrophen unter und über Tage, die Waschkaue, das „Zubbeldier“ und der Bergmannsschnaps – schnell war klar: Der Bergmann ist das zentrale Thema in Alsdorf – er ist es, der einst ging, gehen musste, gegangen wurde … und er ist es, der „bleibt“, dort, wo die „Halden bleiben“.

Das Team hat acht sehr unterschiedliche Entwürfe zur Abgabe erarbeitet: Von der multimedialen Klangskulptur, über partizipatorische Konzepte mit Bürgerbeteiligung bis hin zu Parkinstallationen und Bild-Objekt Kombinationen reichte die Bandbreite der Ideen, die allesamt in der Teamarbeit entwickelt wurden.
Der Entwurf „Geschichtsplatte – auf vergessenen Pfaden“ wird nun ab September 2019 in Alsdorf zu sehen sein. Idee und Konzept stammen von Christoph Heuer.