Das Bergamt erteilte die Konzessionen für die Grubenfelder Anna und Maria. Das Feld Maria mit einer Größe von 1,74 km2 erhielten Honigmann und seine Partner, das Feld Anna mit einer Größe von 14,9 km2 bekam die Vereinigungsgesellschaft.
Im Juli erhielt die Gesellschaft das Recht zum Betrieb eines Steinkohlenbergwerks und gaben ihm den Namen „Anna“.

Das Abteufen der ersten beiden Schächte auf Anna I begann. Der Josefsschacht und der Hermannschacht lagen an der heutigen Bahnhofstraße. Der Abstand zwischen Josef- und Hermannschacht betrug rund 65 Meter.

Die erste Sohle auf 150 m wurde angelegt.

Die erste Fettkohle wurde gefördert. Aufgrund des problematischen Deckgebirges wurde auch der Schacht 2 mit Tübbingen ausgebaut. Der Durchmesser des Schachtes betrug dabei 2,06 Meter. Um die anfallenden Grubenwässer zu heben, wurde eine 250 PS starke Wasserhaltungsmaschine installiert und im Jahr 1855 in Betrieb genommen. Bereits nach sechs Monaten wurde der Schacht 2 in einer Teufe von 150 Metern mit der 1. Sohle durchschlägig.

Die Kokerei wurde in Betrieb genommen.

Am 10. Oktober des Jahres 1863 übernahm der EBV die Grube und baute sie in den Folgejahren weiter aus.
Aufgrund des steigenden Absatzes an Fettkohle entschloss man sich von Seiten des EBV, einen zweiten Förderstandort zu errichten. Dieser Förderstandort erhielt den Namen Anna II.
Ideale Bedingungen führten dazu, dass schon 1864 die Fördermenge von Anna der Hälfte der im gesamten Inderevier bei Eschweiler gewonnenen Kohle entsprach.

Auf Anna II wurden die Tagesanlagen errichtet und die ersten Maschinen installiert.

Eine neue Wasserhaltungsmaschine mit einer 18 zölligen Pumpe wurde in Betrieb genommen. Außerdem wurde über der 73 Lachter-Sohle ein Durchschlag zwischen dem Wilhelmschacht und den Grubenbauen des alten Schachtes geschaffen.

Da die Hermann- und Josefschächte die stetig steigenden Fördermengen nicht mehr bewältigen konnten, wurde auf Anna I der Franzschacht abgeteuft. Dieser blieb bis 1983 Hauptförderschacht, mit Ausnahme des 30 Jahre dauernden Zwischenspiels, das der Hauptschacht (s.u.) gab.

Der Franzschacht wurde für die Seilfahrt freigegeben. Im Jahr wurden Untertage weitere Ausrichtungsarbeiten und Vorrichtungsarbeiten auf der 153-, der 192-, der 245- und der 252 Meter-Sohle durchgeführt. Vom Franzschacht ausgehend wurde über einen 147 Meter langen Querschlag die Hauptförderstrecke in Flöz A1 angebunden. Auf der 245 Meter-Sohle erreichte der Hauptquerschlag nach Norden in diesem Jahr eine Auffahrungslänge von 2560 Metern.

Auf Anna II begann man mit den Teufarbeiten für den Eduardschacht in unmittelbarer Nähe zum Wilhelmschacht. Der Schacht wurde benannt nach dem Aufsichtsratsvorsitzenden Eduard von Oppenheim. Der Schacht wurde zunächst bis zur 225 Meter-Sohle geteuft.

Auf dem Eduardschacht wurde die erste elektrisch betriebene Fördermaschine in Betrieb genommen.

Mit der Beendigung der Teufarbeiten für den Eduardschacht wurde die Voraussetzung zum Aufbau der Doppelschachtanlage Anna I/Anna II geschaffen

Mit dem Abteufen des Wetterschachtes Anna III im heutigen Alsdorfer Ortsteil Neuweiler konnte die Wetterführung der erweiterten Schachtanlage erheblich verbessert werden.

Beginn der Teufarbeiten auf Anna I für den Hauptschacht. Der Schacht wurde im Gefrierverfahren erstellt.

Der Hauptschacht (Anna I) wird zunächst bis zur 360-Meter-Sohle, 1935 bis zur 460-Meter-Sohle und 1937 bis zur 610-Meter-Sohle abgeteuft.

Im Jahr 1951 begann man, die beiden Anlagen Anna I und Anna II zu einem Verbundbergwerk zusammenzulegen.

Ab dem Jahr 1963 wurde begonnen, den Haupt-, den Eduard- und den Franzschacht bis zur neuen Hauptfördersohle tiefer zu teufen. Die Sohle lag in einer Teufe von 860 Metern, die Teufarbeiten waren im Jahr 1968 beendet.

Grube ANNA 1 historisch

Grube ANNA 2 Eduardschachtanlage

Grube ANNA1: Historischer Blick von der Halde mit dem Hauptschacht und dem Franzschacht ohne Betonummantelung

Grube ANNA 2 Eduardschachtanlage

Grube ANNA 2: Blick von der Herzogenrather Straße auf den Eduardschacht

Grube ANNA 1 Franzschacht und Hauptschacht

Bilder: Fotoarchiv Grube Anna Bergbauinformationszentrum